Skiwoche in Obersaxen
oder: „Sicherheit durch Geschwindigkeit“

1

Schnee, Sonne und fast menschenleere Pisten waren auch dieses Jahr wieder Garant für eine gelungene Skiwoche in Obersaxen. In diesem weitläufigem Skigebiet gibt es zahlreiche Gelegenheiten zum Abseitsfahren und viel Platz zum Carven auf den Pisten. Sowohl Anfänger als auch Könner kommen somit voll auf ihre Kosten.

2

Eine bunt gemischte Truppe – vom Skilehrer bis zum Wiedereinsteiger – fand sich dieses Jahr zu Schorsch’s Skiwoche zusammen. Waren wir in den ersten beiden Tagen nur zu siebt, so verstärkten ab Mittwoch 4 weitere Skifahrer die Truppe. In den ersten beiden Tagen fuhren wir alle zusammen. Sowohl präparierte Pisten als auch Tiefschneehänge waren unser Terrain. Wie gewohnt waren außer uns nur wenige „fremde“ Skifahrer in Obersaxen unterwegs.

Ab Mittwoch bildeten wir dann meist zwei Gruppen – die „Pistenfahrer“ und die „Freerider“, die jeweils von einem Skilehrer begleitet wurden. Erforschten die Pistenfahrer sämtliche Abfahrten im Skigebiet so suchten sich die Freerider beim Liften einen – möglichst noch unberührten – Hang, welcher dann zielstrebig angesteuert wurde.

Sahen die unberührten Hänge von der Ferne oftmals verlockend aus, so stellte sich dies bei den Abfahrten manchmal als ernsthafte Aufgabe dar. Natürlich fanden wir gelegentlich auch lockeren Tiefschnee, doch oft kämpften wir uns durch wechselnde Schneeverhältnisse, bis hin zum „Pappschnee“, den Berg hinunter. Gefragt waren hier Kondition und wenn’s mit der Technik nicht so klappte Kraft und viel Humor. Vor allem der neu kreierte „Eintauchschwung“ (= Ski bleibt im Schnee stecken und der Fahrer taucht kopfüber im Tiefschnee ein), der immer wieder ausgeführt wurde, sorgte zumindest bei den restlichen Skifahrern stets für Heiterkeit. Nachdem der Schnee

3

jedoch immer tief genug war und somit keine Verletzungsgefahren bestanden, wurde diese „Übung“ immer mit viel Humor und lockeren Sprüchen begleitet. Zurück auf den Pisten versuchten wir stets unsere Carvingtechnik zu verbessern.

4

Auf den Pisten und auch im ungespurten Gelände tat man sich mit einer gewissen Geschwindigkeit und dem richtigen Rhythmus leichter. Der Spruch „Sicherheit durch Geschwindigkeit“, der uns die Woche vollends begleitete, war geboren. Wir waren stets bestrebt unsere Technik zu verbessern. Christian und Schorsch waren dabei unermüdlich uns immer wieder hilfreiche Tipps zu geben um die Fahrtechnik zu verbessern und damit auch Kräfte zu sparen. Diese wurde untermauert durch Übungen wie den

„Schlittschuhschritt“, Wassereimertragen“, „Kurveneinleitung“ und vieles mehr. Sowohl die routinierten Skifahrer als auch die Wiedereinsteiger nahmen diese Anregungen gerne an.

.....Natürlich übten wir auch den „Einkehrschwung“.....

5
6

Die Skiwoche war rundum gelungen. Schnee, Sonne, Sport und Spaß, leere Pisten, reichlich Freeride-Hänge, gemütliches Zusammensitzen am Abend – kurzum für jeden war etwas dabei um dem Alltag hinter sich zu lassen und die Seele baumeln zu lassen. Deshalb an dieser Stelle auch ein Dank an unseren Organisator Schorsch, der sich um alles bestens kümmerte und an den Christian, der nie müde wurde mit uns sämtliche Hänge abzufahren und keinen Wunsch offen ließ.

7

Angelika Hein